Durchwärmung oder nicht? - Niedertemperatur Wärmeanwenung

24.02.2020

Bei Ganzkörperwärmeanwendungen im kneippschen Sinne (klassische Sauna, Biosauna, Dampfbad oder die übliche Infrarot Wärmekabine) nutzt man den überwiegenden Teil der Körperoberfläche, um Wärme zuzuführen. Je mehr eine Ganzkörperwärmeanwendung der natürlichen Wärmeregulation entgegenwirkt, umso belastender ist die Wärmeanwendung für das Herz-Kreislauf-System. Beispielsweise sind in der finnischen Sauna alle Wärmeabgabemechanismen blockiert, der Körper nimmt über Konduktion, Konvektion und Infrarotstrahlung mehr Wärme auf, als er abgeben kann. Zusätzlich ist durch die hohe Temperatur der Dampfdruck in der Luft höher als der Dampfdruck, den die Haut aufbauen kann. Das bedeutet der Schweiß tropft ab, verdunstet nicht und ist für die Kühlung bzw. Wärmeregulation verloren.

Das Ziel von den genannten Anwendungen ist der Wechsel von kalt und warm, dies führt zu einem straken vegetativen Reiz. Dabei gelangt aber kaum Wärme in die Körperschale. Bei Ganzkörperanwendungen, die oberhalb der Thermoneutralzone stattfinden, ist bei einer üblichen Anwendung keine „Durchwärmung“ gegeben. Vielmehr werden auf Hautreflexzonen Reize ausgeübt, wodurch stimulierende Effekte auf Organe möglich sind. Will man die Effekte einer Durchwärmung nutzen, stellt sich die Frage: Wie kann man den Körper möglichst belastungsfrei Wärme zuführen und trotzdem eine Durchwärmung der Körperschale erreichen? Schließlich will sich der Organismus vor einer Überhitzung schützen und wehrt sich gegen zu viel Wärme. Die Lösung dafür ist die Niedertemperatur Wärmeanwednung!

infrarotsauna

Er löst stufenweise Wärmeabwehrreaktionen, wie lokale Durchblutungserhöhung, Drosselung der Blutrückströmung, massive Blutumverteilung aus, die vor allem zu Belastungen des Herz-Kreislauf-Systems führen. Hier ist die Niedertemperatur-Infrarottechnologie die Lösung. Sie nutzt die Thermoneutralzone als Grundvoraussetzung für eine belastungsarme aber sehr effektive Wärmeanwendung. Niedertemperaturstrahler liegen ausschließlich im IR-B und C Bereich, daduch ist es möglich, längere Bestrahlungszeiten (wie im medizinischen mit IR-A Strahlern) zu erreichen. Der Abstand zwischen Strahler und der Körperoberfläche kann daher reduziert werden. Es wird ein sanfter Anstieg der Körperkerntemperatur erreicht.

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